27Mrz/20

Brief an die Walliser Seniorinnen und Senioren

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Das Coronavirus bringt unser Alltagsleben gehörig durcheinander, stärker als alle Krisen, die wir erlebt haben. Bloss die über 85ig Jährigen haben noch Spuren der Erinnerung an den 2. Weltkrieg. Dieses bösartige Virus enthüllt unsere persönlichen Reaktionen, aber auch jene unserer Eltern, Nachbarn und Bekannten, der politischen Welt. Anhand der getroffenen Massnahmen und der Verlautbarungen können wir abschätzen, wie es um die Beziehung zwischen jedem Staat und seiner Bevölkerung steht.

Mit Hilfe der neuen Technologien hat China das Leben und Tun jedes Individuums vollständig unter Kontrolle gebracht, durch Repression und Abschottung. Israel macht es nicht viel besser, indem es seine ausgefeiltesten Gesundheitstests zur Verfügung stellt, um die Terroristen zu kotrollieren und zu verjagen. Das erlaubt den Behörden, positiv auf das Virus getestete Personen in Quarantäne zu setzen. Frankreich hat sich eines martialischen Tons bedient, indem es sich im Krieg wähnte, um neue Einschränkungen zu rechtfertigen und die Bewohner an ihre Verantwortung zu erinnern. In Marokko ist die häufigste Strafe gegen Personen, welche die Anordnungen der Regierung missachten, einige Ohrfeigen, verabreicht von Polizisten…

Zum Glück – in der Schweiz – nichts von dem: in all seinen medialen Verlautbarungen erneuert der Bundesrat sein Vertrauen in das Verantwortungsgefühl der Schweizer Bevölkerung. Trotz der wiederholten Appelle verschiedener Gruppierungen verzichtet er im Moment auf eine strikte Ausgangssperre. Alain Berset, Sprecher unserer sieben Weisen, hat unsere Miteidgenossen informiert, dass die empfohlenen Massnahmen, welche je nach Verlauf der Krise härter werden könnten, ähnlich denen sind in den Nachbarstaaten. Wesentlich ist für ihn „das Einverständnis der Bevölkerung; es ist nicht nur die Abschottung, die uns schützt, sondern wesentlich unser Verhalten als Bürger“.

Freuen wir uns in einem Land zu leben das Vertrauen in seine Bevölkerung hat ohne übertriebene Überwachung. wenn nicht, so in jene unserer kantonalen oder kommunalen Polizeibehörden, welche sich der wenigen Kontrahenten annehmen. Zeigen wir der Welt, dass das funktioniert und alle Erwachsenen verstehen, dass unser bester Schutz darin besteht, zu Hause zu bleiben und die gegebenen Richtlinien zu befolgen. Alle unsere Gemeinden haben Massnahmen ergriffen, um sich speziell der älteren Leute anzunehmen, wie Angestellte von Krippen und Jugendzentren zu engagieren, aller Leute guten Willens, um ihnen regelmässig Neuigkeiten zu bringen, ihre Einkäufe zu erledigen oder besondere Wünsche zu erfüllen.

Und im gegebenen Moment müssen wir alle uns wieder spontan zu Verfügung der Allgemeinheit stellen und unsere freiwilligen unentgeltlichen Dienste aufnehmen. Diese Atempause während des „Marathons, den uns das Coronavirus“ aufdrängt, wird uns erlauben, hundertfach das zurückzugeben, was uns während dieser Zeit der existentiellen Schwierigkeiten geboten wurde.

Der Walliser Verband der Rentner wünscht Ihnen Geduld und Ausdauer in dieser Krise und grüsst Sie herzlich und wartet ungeduldig auf die Wiederaufnahme aller Aktivitäten, seien sie beruflicher, sozialer, kultureller oder sportlicher Art.

Viel Mut Ihnen allen!

Jean-Pierre Salamin, Präsident der WVR

06Feb/18

Die ältere Generation und die No-Billag Initiative

Die ältere Bevölkerung aus der ganzen Schweiz getragen durch die Dachverbände, die Schweizerische Rentnervereinigung (SRV) und die Schweizerische Vereinigung aktiver Senioren- und Selbsthilfe- Organisationen der Schweiz (VASOS) empfehlen ein Nein zur „No Billag Initiative zur Abschaffung Radio- und Fernsehgebühren“.

Ein Ja stellt ein gravierendes Risiko für nationale und intergenerationelle Kohäsion der Schweiz dar. Heute garantieren die SRG, die regionalen oder lokalen Radio- und Fernsehketten eine unabhängige und politisch neutrale Information, wie auch die Verschiedenheit der Meinungen in den sprachlichen Regionen des Landes.

Die Leute im speziellen die älteren, mit einer bescheidenen Kaufkraft, können sich nicht die von privaten Anbietern produzierten Sendungen leisten aus einem Strauss von Abos viel teurer als die heutige Gebühr, die 2019 noch gesenkt werden soll.

Die Älteren heute weniger im Umgang mit den Informationsmitteln gewöhnt, wären vermehrt in Bezug auf den Zugang im Wissen und Können gegenüber den andern Generationen bestraft. Sie beherrschen noch nicht alle Möglichkeiten zu gratis Informationen.

Die Verliebten, Jungen oder weniger Jungen, Kulturschaffenden, Musik- und Filmliebhaber, Sportler, Volkstümlichen oder Sozialgesinnten jeder Region des Landes würden nicht mehr ihre bevorzugten Sendungen finden. Sie werden auf Gedeih und Verderb von ausländischen oder Internet-Riesen abhängig sein.

Der Walliser Verband der Rentner ermutigt die Walliser Stimmberechtigten in Massen sich gegen diese Initiative zu wenden, die nur davon ausgeht, die heutigen Medien zum Profit der privaten und ausländischen Medien zum Verschwinden zu bringen, die sich nur gering mit den schweizerischen Aktualitäten befassen werden.

Der WVR ermutigt ebenso die Mitglieder und Walliser Stimmberechtigten sich zu Gunsten der Kantonalen Verfassungsreform einzusetzen.

Sitten, den 1. Februar 2018

Jean Pierre Salamin, Präsident WVR
Hermann Fux, Präsident des Altersparlament