10Nov/21

WVR seit 30 Jahren zu ihren Diensten

DIE AKTUELLEN HERAUSFORDERUNGEN SIND ZAHLREICH ! Wir benötigen Sie, Seniorinnen und Senioren, um im öffentlichen Leben, in den Medien und bei Entscheidungen präsenter zu sein… Schliessen Sie sich uns an ! Zusammen sind wir stärker, solidarischer und grosszügiger !

10Nov/21

Bei der Digitalisierung soll niemand vergessen gehen

Pro Senectute unterstützt die ältere Bevölkerung im Umgang mit neuen Technologien. Dass alle Seniorinnen und Senioren an der zunehmend digitalen Gesellschaft teilhaben können, ist auch ein wichtiges Anliegen von digitalswitzerland. «Lerne und rede mit» lautet deshalb die Devise des fünften nationalen Digitaltags vom 10. November.

Die Digitalisierung eröffnet in vielen Lebensbereichen neue Möglichkeiten. Pro Senectute befähigt seit gut 20 Jahren Seniorinnen und Senioren dazu, neue Informationstechnologien zu nutzen. Die Altersfachorganisation hilft aber auch all jenen, die sich noch nicht mit der zunehmenden Technologisierung auseinandergesetzt haben oder dabei Unterstützung benötigen, damit sie nicht aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden. Pro Senectute Schweiz geht aufgrund der Erkenntnisse ihrer Studie «Digital Seniors 2020» davon aus, dass heute nach wie vor rund 400’000 Personen im Pensionsalter Unterstützung oder gar alternative Angebote benötigen. «An all diese Menschen wenden wir uns heute», so Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz. «Denn es ist nie zu spät, einen ersten Schritt zu machen und Neues zu lernen.»

Pro Senectute als Partnerin des Digitaltags 2021

«Pro Senectute ist eine bedeutende Partnerin, die aufzeigt, wie Digitalisierung mehr Chancen und Teilhabe im Alter ermöglichen kann», sagt Diana Engetschwiler, Gesamtverantwortliche des Schweizer Digitaltags. «Nicht nur heute wollen wir daran appellieren, dass alle Menschen jeden Alters mit ihren Fragen zur Digitalisierung wichtig und willkommen sind», ergänzt Engetschwiler.

Antworten und Weiterbildung für ältere Menschen

Ob Schwierigkeiten mit dem neuen Smartphone, dem E-Banking oder die Freude, etwas Neues zu lernen: Die 24 kantonalen und interkantonalen Pro Senectute Organisationen stehen mit 130 Anlaufstellen in allen Landesteilen für Fragen und mit diversen Kursen und Dienstleistungen zur Verfügung, um den Seniorinnen und Senioren den Einstieg in die digitale Welt zu ermöglichen und sie auf dieser Reise zu begleiten.

09Nov/21

Menschen möchten zu Hause alt werden

Die Menschen möchten in ihrem Zuhause alt werden. Während die Eintritte in Alters- und Pflegeheime in einem Jahr um 4 Prozent zurückgingen, nahm die Nachfrage nach Betreuung daheim um fast 7 Prozent zu. Dies bestätigt die Vision der grössten Altersfach- und Dienstleistungsorganisation Pro Senectute, die sich dafür einsetzt, dass sich alle älteren Menschen Unterstützung im Alltag leisten können.

Die jüngsten Zahlen über die sozialmedizinische Betreuung in Institutionen und zu Hause 2020 des Bundesamts für Statistik sprechen eine deutliche Sprache: Seniorinnen und Senioren wollen möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben. Dieses Bedürfnis hat sich im Pandemiejahr 2020 verstärkt. So wurden letztes Jahr in der Schweiz fast vier Prozent weniger Menschen in Alters- und Pflegeheimen betreut als im Jahr 2019 (- 158’433 Klientinnen und Klienten). Dies ist der grösste Rückgang seit 2006. Im gleichen Zeitraum nahm die Nachfrage nach Unterstützung mit Betreuung zur selbstständigen Lebensführung in den eigenen vier Wänden und durch Pflegeleistungen gegenüber 2019 um 6,7 Prozent zu. «Wir wissen, dass ältere Menschen möglichst lange daheim alt werden möchten», so Sonya Kuchen, Mitglied der Geschäftsleitung von Pro Senectute Schweiz. «Wir wissen aber auch, dass 42 Prozent der über 62-Jährigen mindestens eine Form von Betreuung wie Unterstützung im Alltag oder einen Besuchsdienst benötigen, um möglichst selbstständig in den eigenen vier Wänden verbleiben zu können», ergänzt sie.

Betreuung zu Hause muss erschwinglich werden

Diese Betreuungsleistungen zahlen sich gesellschaftlich wie persönlich aus. Denn viele Eintritte in Alters- oder Pflegeheime könnten dank bedarfsgerechter Betreuung daheim nicht nur hinausgezögert, sondern sogar vermieden werden. Aktuell fallen gemäss einer Studie von Pro Senectute nicht primär die Betreuungsbedürfnisse von Menschen ins Gewicht, die körperliche Einschränkungen haben, sondern von jenen, die einsam sind. Im Einzelfall verursacht die Betreuung dieser Menschen nur geringe Kosten, doch in der Summe erweist sie sich als grösster Kostentreiber. Dieser Befund zeigt: Ein funktionierendes Umfeld oder günstige, aber gezielte Unterstützungsleistungen tragen nicht nur dazu bei, Einsamkeit im Alter zu reduzieren, sondern haben erwiesenermassen auch einen positiven Einfluss auf die Gesundheit.

Angehörige, Freunde und Nachbarn leisten heute den Löwenanteil der Betreuungsaufgaben. Mit zunehmendem Alter verändert sich jedoch der Bedarf an Unterstützung, womit das Umfeld an seine Grenzen stösst. In diesen Fällen besteht die Herausforderung häufig darin, externe Betreuungsleistungen zu finanzieren. Denn diese gehen heute zu einem grossen Teil zulasten der Betroffenen und werden nicht von der Krankenkasse getragen. «Das können sich viele nicht leisten. Pro Senectute setzt sich deshalb dafür ein, dass politische Lösungen gesucht werden, dass diese Betreuungsleistungen zumindest zum Teil mitfinanziert und für alle älteren Menschen finanzierbar werden», betont Sonya Kuchen.

26Okt/21

Betreuung hilft – auch gegen Gewalt im Alter

Bisher hat die Politik der Thematik «Gewalt und Missbrauch im Alter» wenig Beachtung geschenkt. Zwei Vorstösse bringen das Thema wieder auf die politische Agenda. Erfreulich ist, dass die präventive Wirkung von Betreuungs- und Unterstützungsangeboten in den Fokus rückt. Allgemein zugängliche und erschwingliche Angebote, eine Sensibilisierung und Schulung der Fachpersonen sowie eine verstärkte Koordination der Akteure sind der Schlüssel zur gezielten Prävention.

> ProSenectute Info 4/2021

12Aug/21

Die COVID-19-Pandemie hat die Altersdiskriminierung verschlimmert!

Ältere Menschen, Hauptzielgruppe, wurden von der Covid-19-Pandemie sehr stark getroffen. Sie hat auch altersbedingte Vorurteile und Diskriminierung verstärkt und der Graben zwischen den Generationen vergrößert. Davor warnen vier UN-Organisationen in einem ersten Bericht über Altersdiskriminierung. Sie rufen zum Kampf gegen den Ageismus auf, «eine heimtückische Geißel», die während der Pandemie zugenommen hat.

Der Bericht mit dem Titel «Ageism is a global challenge» (Altersdiskriminierung ist eine globale Herausforderung) verdeutlicht das Ausmaß der Altersdiskriminierung, wobei ältere und jüngere Menschen auf der Straße, in der Presse und in sozialen Netzwerken stigmatisiert und stereotypisiert werden.

In einigen Bereichen ist das Alter das Hauptkriterium für den Zugang zur medizinischer Versorgung und auch zu kommerziellen Dienstleistungen, was die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Würde der betroffenen Menschen und Altersgruppen untergräbt.

Dem Rapport zufolge durchdringt Altersdiskriminierung viele Institutionen und Bereiche der Gesellschaft, einschließlich derjenigen, die Gesundheits- und Sozialfürsorge anbieten, Krankenhäuser und Pflegeheime, am Arbeitsplatz, in den Medien und sogar im Rechtswesen. Die Diskriminierung in der Gesundheitsversorgung, allein aufgrund des Alters ist zur gängigen Praxis geworden und bestimmt, wer welche medizinischen Verfahren oder Behandlungen erhält.

Ob in der Arbeitswelt, in der Politik oder in den Medien – Diskriminierungen aufgrund des Alters zeigen sich sozusagen in allen Lebensbereichen.

Altersdiskriminierung ist eine globale Herausforderung

Altersdiskriminierung kann verheerende Folgen für die Gesellschaft und die Wirtschaft haben, auch auf die Gesundheit und die Lebensqualität der diskriminierten Personen. Altersdiskriminierung bei älteren Menschen bedeutet oft eine Verschlechterung der geistigen und körperlichen Gesundheit, finanzielle Unsicherheit, soziale Isolierung und Einsamkeit, vermindert die Lebensqualität und kann letztlich gar zum Tod führen. Der UN-Bericht besagt, dass weltweit 6,3 Millionen Menschen an Depressionen leiden aufgrund erlebter Altersdiskriminierung.

Wie lässt sich Altersdiskriminierung bekämpfen? Wie der abwertenden Haltung begegnen, welche hinter knapp vorgehaltener Hand ältere Menschen als Last der Gesellschaft bezeichnet? Offensichtlich müssen alle Generationen besser über das Phänomen des Alterns informiert werden, um Vorurteilen entgegenzuwirken. Der Kampf gegen die Altersdiskriminierung erfordert eine intensivere Kommunikation, die auf ein besseres Wissen und ein besseres Verständnis des Alterns abzielt. Insbesondere ist auch die Politik in die Pflicht zu nehmen, sich zu engagieren, mit einem Gesetz gegen die Altersdiskriminierung und mit einer konsequenten Strategie der Wertschätzung des Alters mit seinen Potenzialen als wichtigen Teil der Gesellschaft, mit der Stärkung des Generationendialogs und der Beziehungen zwischen den Generationen.

Der Schweizerische Seniorenrat – SSR, begrüßt den Bericht der UN-Organisationen und schließt sich dieser Strategie an, da er den Kampf gegen Altersdiskriminierung schon seit langem zu einem seiner Hauptziele gemacht hat.

Roland Grunder , Copräsident SSR
Bea Heim, Copräsidentin SSR

www.ssr-csa.ch

12Aug/21

Gewalt gegen ältere Menschen endlich angehen!

Missbrauch, körperliche und psychische Gewalt gegen ältere Menschen ist leider eine Realität und kommt viel häufiger vor als man wahrhaben will. Zwischen 300‘000 und 500‘000 Menschen über 60 Jahre, so der Bericht des Bundes, sind in der Schweiz Jahr für Jahr von Gewalt und Vernachlässigung betroffen, sowohl zu Hause als auch im Heim.

Der Schweizerische Seniorenrat SSR fordern Bund und Kantone auf, zu handeln und es nicht bei diesen erschreckenden Feststellungen des bundesrätlichen Berichtes zu belassen. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Wir fordern ein breit abgestütztes Impulsprogramm gegen Gewalt im Alter in allen Kantonen. Die Risiken für Gewaltvorkommen sind bekannt. Allein mit Berichten und Sensibilisierungskampagnen lassen sie sich nicht beseitigen.

Es braucht konkret, wirksames Handeln. Für ein Alter ohne Gewalt!

Schweizerischer Seniorenrat

Das Copräsidium:
Bea Heim Roland Grunder