Digitalisierung und Senioren. Quishing und Phishing setzen alle Generationen unter Druck

Siders 06-2026 (pc) Sind Senioren die Opfer der Digitalisierung? Das Seminar des WVR zu diesem Thema lieferte eine differenzierte Antwort. Während jüngere Senioren den Zug der Smartphones und sogar der sozialen Netzwerke mitgenommen haben, tun sich die über 80-Jährigen schwerer. Die grassierenden Betrugsmaschen und all die «Phishing» stellen selbst diejenigen auf eine harte Probe, die seit ihrer Kindheit in Megabytes aufgewachsen sind. An diesem zweisprachigen Seminar unter der Führung des WVR-Präsidenten Patrice Clivaz, an dem rund siebzig Personen aus dem gesamten Kanton teilnahmen, brachten auch junge Studierende der HMS Siders ihre Bedenken zum Ausdruck, denen nur durch erhöhte Vorsicht begegnet werden kann.

Bernard Rey, Professor an der HES SO und Gemeinderat in Lens, stellte einen grundlegenden Rahmen vor, der zeigt, dass die GAFA-Konzerne Google, Apple, Facebook (Meta) und Amazon über atemberaubende Budgets verfügen, die jene von Staaten übersteigen, und über Algorithmen, die selbst diejenigen «erfassen», die niemals «liken». Daniel Imboden von der Kantonspolizei gab mehr als praktische Ratschläge zu dem, was man als eine gewisse Lobeshymne auf die Langsamkeit bezeichnen könnte, die dazu führt, nicht zu schnell zu «klicken», wenn ein System Druck ausübt. Sophie Hendrickx von der Dienstelle für Gesundheit zeigte auf, dass sich beispielsweise durch Hausautomation die Lebensqualität von Senioren deutlich verbessert, und Victor Fournier von Pro Senectute wies darauf hin, dass es sogar Senioren gibt, die so viel scrollen, dass sie süchtig danach werden. Cédric Roy, Leiter der neuen Abteilung für digitale Verwaltung, zeigte auf, dass es eine Art komplizierten Markt für digitale Identitäten gibt, auf dem die Preise schwanken

Ein Patientendossier, das Anlass zur Sorge gibt, und technische Unterstützung, um nicht vom Netz getrennt zu werden

Die Workshops und die abschließende Diskussion betonten unter anderem die Notwendigkeit, dass Senioren über zugängliche, finanziell erschwingliche und vertrauenswürdige technische Unterstützung verfügen müssen, um mit den ständigen Updates, der Veralterung und den Schutzmaßnahmen Schritt zu halten, die errichtet werden müssen, um nicht betrogen zu werden. Da die Gesundheit für Senioren ein zentrales Thema ist, stand auch das aufkommende Patientendossier im Mittelpunkt der Diskussionen.

 

Foto von l. n r. Die Oberwalliser Teilnehmenden im Komitee des WVR Stefan Truffer, Verena Sarbach und Ida Haefliger mit dem Referenten Daniel Imboden, der Vize-Präsidentin des WVR Margrit Picon und dem Präsidenten des WVR Patrice Clivaz

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